Geschäftsbericht-Design: So wird das Maximum aus der Gestaltung rausgeholt

Datum: 12. Juli 2019
Lesezeit: 7 Minuten
Samira Haas
Samira Haas
Projektleiterin Publikationen

Geschäftsberichte sind zweifelsohne eine grossartige Möglichkeit für Unternehmen, ihre Marke und Identität einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Doch wie sieht das ideale Design eines Geschäftsberichts aus?
Wir haben die wichtigsten Tipps zusammengestellt, die benötigt werden, um den nächsten Geschäftsbericht zu einem echten Hingucker zu machen.

Noch immer wird der Gestaltung von Geschäftsberichten weniger Aufmerksamkeit geschenkt als eigentlich nötig wäre. Das kann weitreichende Auswirkungen haben. Denn wie viel Zeit und Aufmerksamkeit die Zielgruppen einem Geschäftsbericht widmen, hängt nicht zuletzt von seinem Design ab. Im schlimmsten Fall ist die visuelle Erscheinung eines Geschäftsberichts so fad, dass der Leser das Interesse verliert, bevor er zu den entscheidenden Inhalten kommt. Deshalb sollte jede Möglichkeit genutzt werden, um dieses wichtige Dokument auch optisch in eine spannende Publikation zu verwandeln. Schliesslich isst das Auge ja bekanntlich mit.

Das Geheimnis hinter dem perfekten Geschäftsbericht-Design

Ein Universalrezept für das perfekte Design gibt es nicht. Denn die ideale Gestaltung eines Geschäftsberichts hängt von der Art des Unternehmens und von den Bedürfnissen seiner Anspruchsgruppen ab. Das Wichtigste ist, dass das Design authentisch ist. – und dass alle Gestaltungselemente, die für den Geschäftsbericht verwendet werden, zur Corporate Identity, der Persönlichkeit des Unternehmens, passen.

Welche 8 Fehler die Corporate Identity unbedingt vermeiden sollte? Die Antwort gibt es hier.

Fest steht, dass kein Leser durch endlose, fachjargonlastige Textblöcke waten möchte. Mithilfe der folgenden Tipps kann ganz einfach das Maximum aus der Gestaltung eines Geschäftsberichts herausgeholt werden:

 

Tipp 1: Sich einem Gestaltungskonzept verpflichten

Die Basis für die Gestaltung eines Geschäftsberichts ist das Corporate Design des Unternehmens. Schliesslich sind es Elemente wie das Logo, das Schriftbild, die Farben und die Bildsprache, die für einen Wiedererkennungswert sorgen und einem Unternehmen ein Gesicht verleihen. Deshalb gehören diese Gestaltungselemente auf jeden Fall in einen Geschäftsbericht. Um ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen, sollten die Gestaltungsrichtlinien von der ersten bis zur letzten Seite befolgt werden.

Das Corporate Design eines Unternehmens sollte übrigens in regelmässigen Abständen hinterfragt werden. Ist es noch zeitgemäss und passt es zu den Botschaften, die das Unternehmen vermitteln will?

Schon gesehen? Hier gibt es einen spannenden Bericht zum Thema Corporate Design.

Tipp 2: Dem Geschäftsbericht eine Struktur verleihen

Die Augen der Leser mögen Abwechslung. Deshalb sollte darauf verzichtet werden, einen Geschäftsbericht mit endlos langen Absätzen zu füllen. Überschriften, Leads, Zwischentitel, Zitate, Aufzählungszeichen und Absatzumbrüche machen die Struktur einer Publikation vielseitig und schaffen einen grösseren Anreiz weiterzulesen.

Tipp 3: Das Design an die Story anpassen

Ein Geschäftsbericht ist mehr als nur eine Präsentation von Zahlen. Er ist eine Gelegenheit, eine Geschichte über ein Unternehmen zu erzählen. Diese Story sollte sich wie ein roter Faden durch jede Seite eines Geschäftsberichtes ziehen. Mithilfe eines passenden Designs kann diese Geschichte unterstützt werden. Passende Gestaltungselemente wie beispielsweise Illustrationen und Grafiken helfen, die Aussagen ausgewählter Punkte hervorzuheben. Das Hauptziel sollte es sein, ein Gesamtbild zu schaffen, das aus meheren Perspektiven betrachtet werden kann.

Tipp 4: Die Visualisierung komplexer Daten

Infografiken sind voll im Trend! Und dies aus gutem Grund. Denn Grafiken sind nicht nur die perfekten Eyecatcher, sie können komplexe Daten in einfach zu lesende, übersichtliche Grafiken verwandeln. Das vereinfacht den Lesern das Verständnis kritischer Daten eines Geschäftsberichts und hilft ihnen dabei, die Informationen zu speichern.

Tipp 5: Anpassung von Design an Medium

Die Gestaltung eines Geschäftsberichts hängt davon ab, welches Medium / welche Medien für dessen Veröffentlichung genutzt werden soll. Bei einem digitalen Geschäftsbericht beispielsweise besteht die Möglichkeit, diesen mit Videos oder animierten Grafiken zu ergänzen.

Hier gibts alle Vorteile, die ein Online-Geschäftsbericht mit sich bringt.

Aber auch der klassisch Finanzbericht in gedruckter Form bietet eine Menge Gestaltungsmöglichkeiten, die für den Auftritt genutzt werden können. Denn Papier ist nicht gleich Papier. Hier lautet das Stichwort «Haptik». Damit ist aber nicht nur die Textur des Papiers gemeint, auch die Form und die Masse eines Geschäftsberichts. Wenn ein Unternehmen professionell und qualitativ hochwertig wahrgenommen werden soll, darf bei den Materialien für den Geschäftsbericht nicht gespart werden. Am besten ist es, wenn man vorab verschiedene Varianten ausprobiert, um ein Gefühl für die passende Haptik zu entwickeln.

Tipp 6: Gezielter Einsatz von Weissraum

Typografischer Weissraum ist der unbedruckte Teil einer Seite und ist unserer Erfahrung nach ein unterschätztes Gestaltungselement. Denn zu viel Text ist ein ästhetischer Killer. Mit dem gezielten Einsatz von unbedruckter Fläche lässt sich die Leserlichkeit von Texten verbessern, was den Leser besonders beim Verständnis komplexer Inhalte unterstützt.

Um das richtige Verhältnis zwischen typografischem Weissraum und Inhalt zu finden, kann es helfen einen Schritt zurück zu treten und das Layout der Seite als Gesamtes zu betrachten.

Tipp 7: Den Inhalt nicht aus den Augen verlieren

Wie heisst es so schön, der Teufel sitzt im Detail. Natürlich erfordert die gesamte Erstellung eines Geschäftsberichts jede Menge Sorgfalt und die Berücksichtigung zahlreicher Aspekte. Trotzem sollte darauf geachtet werden, sich eben nicht in den Details zu verlieren. Konkret heisst das, trotz aller Design-Bemühungen aufzupassen, den Inhalt nicht zu vernachlässigen. Denn Content ist und bleibt King.

Machen wir uns nichts vor, die Aufmerksamkeitsspanne eines Lesers ist begrenzt. Aber mit dem gezielten Einsatz von Gestatlungselementen steigt die Chance, die Zeit zu erhöhen, welche Aktionäre und Investoren einem Geschäftsbericht widmen. Aber eben nur dann, wenn die Inhalte ebenso stimmig, spannend und ansprechend sind.

Vergiss nicht, der erste Eindruck zählt!

Ein Geschäftsbericht hat nur wenig Zeit, um das Zielpublikum in seinen Bann zu ziehen. Dementsprechend wichtig ist der erste Eindruck! Das Cover und die ersten paar Seiten haben einen besonders hohen Stellenwert, weil es das erste ist, das der Leser sieht.

Dennoch erfolgt der Einstieg nicht immer über die erste Seite. Es ist gut möglich, dass ein Leser den Geschäftsbericht auf einer beliebigen Seite aufschlägt und zu lesen beginnt. Deshalb gilt es sicherzustellen, dass sich die Botschaften durch den gesamten Bericht ziehen. Der Geschäftsbericht ist eine wichtige Informationsquelle für aktuelle und zukünftige Aktionäre, Investoren, Mitarbeitende und andere Anspruchsgruppen. Unabhängig von deren Einstieg in die Publikation sollte es jederzeit schnell möglich sein, sich einen Überblick über das berichterstattende Unternehmen zu verschaffen.

Die oben genannten Tipps zeigen, dass ein Geschäftsbericht mithilfe ganz einfacher Mittel gestaltet werden kann. Richtig umgesetzt wird das Design des nächsten Geschäftsberichts auf keinen Fall langweilig und trocken sein. So entsteht ein wertvolles Marketingwerkzeug, dass einen dabei unterstützt, die Wahrnehmung bei den Zielgruppen positiv zu beeinflussen.

 

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